Cloud Computing, heute und morgen 

Ursprünglich bezog sich Cloud Computing auf ein Netzwerk mit mehreren Computern, aber das gibt es schon lange nicht mehr, schon gar nicht für die neuesten Generationen X, Y, Z. 

Die meisten Gespräche über "die Cloud" beziehen sich auf öffentliche Clouds, bei denen verschiedene Organisationen Cloud-Ressourcen in einem Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters wie z. B. Amazon, Microsoft oder Google gemeinsam nutzen. Diese Organisationen werden auch als "Hyperscaler" bezeichnet. (W.org; "die Fähigkeit einer Architektur, angemessen zu skalieren, wenn dem System mehr Bedarf zugeführt wird") 

Dazu gehört in der Regel die Fähigkeit, einem bestimmten Knoten oder einer Reihe von Knoten, die zusammen eine größere Computer-, verteilte Computer- oder "Grid-Computing"-Umgebung bilden, problemlos Rechen-, Speicher-, Netz- und Speicherressourcen bereitzustellen und hinzuzufügen.

Hyperscale Computing wird benötigt, um ein robustes und skalierbares Cloud-, Big-Data- oder verteiltes Speichersystem aufzubauen, und wird häufig mit der Infrastruktur in Verbindung gebracht, die für den Betrieb extrem großer Websites wie Google, Facebook, Twitter, Amazon, Alibaba, Microsoft sowie HUAWEI, IBM Cloud oder Oracle erforderlich ist.  

Unterschiede 

Der Hauptunterschied zwischen einer öffentlichen und einer privaten Cloud besteht darin, dass eine private Cloud ausschließlich von einer Organisation genutzt wird, was in der Regel bedeutet, dass sich die Ressourcen für die Computersysteme und den Support am eigenen Standort und in den eigenen Büros dieser Organisation befinden. 

Praktisch jeder versteht diesen grundlegenden Unterschied zwischen diesen Cloud-Typen, aber manchmal verwenden Leute den Begriff private Cloud, weil sie die grundlegende Definition von Cloud Computing nicht verstehen. Um als Cloud Computing zu gelten, muss jedes Cloud-Modell (egal ob öffentlich, privat oder hybrid) zunächst die 5 Kriterien des Cloud Computing erfüllen:  

  • Selbstbedienung auf Abruf 
  • Bündelung von Ressourcen 
  • Schnelle Elastizität, Skalierbarkeit 
  • Gemessene Leistung 
  • Breiter Netzzugang 

Und nur weil Sie mehrere lokale Computer auf einem Server haben, heißt das noch lange nicht, dass Sie eine private Cloud haben.   

Warum eine öffentliche Cloud? 

Junge Menschen, insbesondere die Generationen Y und Z, nutzen öffentliche Cloud-Lösungen, sei es für mobile Dienste oder beispielsweise für die Speicherung vom Desktop aus und für Anwendungen zur Unterstützung des Arbeitsplatzes, für CRM, Marketing, Lead-Generierung und vieles mehr. Sie tun dies aus Bequemlichkeit und wegen der geringen Investitionen, die durch monatliche Abonnements mit relativ niedrigen Kosten entstehen. 

In größeren Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen mit hohem Bedarf an Rechenleistung für verschiedene Dienste kann es auch effektiver sein, gemeinsam genutzte Rechenressourcen zwischen verschiedenen internen Gruppen zu bündeln und so ebenfalls Kosten zu senken. 

Darüber hinaus kann eine private Cloud eine gute Lösung für Unternehmen sein, die die Vorteile des Cloud Computing nutzen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten behalten wollen, da sensible Informationen oft rechtlich nicht an einen öffentlichen Cloud-Anbieter übermittelt werden dürfen, z. B. bei Regierungsbehörden. Andere Organisationen sind möglicherweise über die Sicherheit der öffentlichen Cloud besorgt. Bei einer privaten Cloud ist die Nutzung interner Rechenressourcen oft effizienter als die Nutzung eines externen öffentlichen Cloud-Anbieters, da die Daten nicht über weite Strecken, z. B. über das Internet, transportiert werden müssen, was ohne eine sehr schnelle (und oft teure) Verbindung zu Engpässen führen kann. 

In einer privaten Cloud wird die Ressourcennutzung gemessen und kann je nach den sich ändernden Anforderungen einer Abteilung skaliert werden, genau wie in einer öffentlichen Cloud. Infolgedessen berechnen Unternehmen manchmal sogar internen Abteilungen die Nutzung von Rechenressourcen, wie es ein öffentlicher Cloud-Anbieter tun würde. Diese interne Verrechnung von Cloud-Ressourcen wird als Recovery bezeichnet. 

Da private Clouds im Rechenzentrum eines Unternehmens untergebracht sind, müssen sie in der Regel intern verwaltet werden. Es gibt jedoch einige Anbieter, die verwaltete private Cloud-Dienste anbieten, bei denen die Betriebs- und Wartungsarbeiten Ihrer Cloud-Infrastruktur in unterschiedlichem Umfang vom Cloud-Anbieter übernommen werden.   

Was also ist die Hybrid Cloud? 

Die Entscheidung für eine private oder öffentliche Cloud ist natürlich nicht immer zwingend. Sie können auch anfangen, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Hybrid Cloud ist ein Modell, das beschreibt, wenn eine öffentliche Cloud mit einem anderen Cloud-Typ (z. B. einer privaten Cloud) verbunden ist und eine Daten- oder Anwendungskompatibilität zwischen den beiden besteht. Wenn Sie also zwei Webserver in einem Serverraum in Ihrem Büro und zwei weitere Webserver in Microsoft Azure hätten und alle vier Server einen Lastausgleich zwischen ihnen ermöglichen würden, wäre das ein hybrides Cloud-Modell. Und wenn Sie eine VM (virtuelle Maschine), die auf einer lokalen Cloud-Infrastruktur läuft, auf eine VM, z. B. von Microsoft Azure oder Wasabi, migrieren könnten, wäre das ebenfalls ein Hybridmodell. 

Hybride Cloud bedeutet also nicht nur, dass Sie einige Server lokal betreiben und einige nicht verwandte Instanzen von einem Cloud-Anbieter verwalten lassen. Das bedeutet auch, dass die Verbindung und Kommunikation zwischen den beiden Systemen unerlässlich ist. Zu den Anwendungsfällen für Hybrid-Cloud-Lösungen gehören die schnelle Skalierung von Ressourcen auf die Cloud-Infrastruktur, um einen erhöhten Rechenbedarf zu decken, oder die Synchronisierung von Daten zwischen zwei Standorten, um Redundanz zu gewährleisten.

Und natürlich auch die Skalierbarkeit, die praktisch dieselbe ist wie bei jeder anderen Cloud-Lösung, nur dass sie innerhalb der eigenen Organisation installiert und gewartet wird und nicht nur über einen öffentlichen Cloud-Dienstanbieter. 

Common Cloud: Unbekannt und ungeliebt? 

Ein gemeinsames Cloud-Modell ist ein Modell, bei dem zwei ähnliche Organisationen mit gemeinsamen Anliegen dieselben Cloud-Computing-Ressourcen nutzen. Wenn beispielsweise eine Gruppe von drei Unternehmen, mit oder ohne dieselbe Muttergesellschaft, an einem geografisch ähnlichen Standort ansässig ist, könnten sie Ressourcen miteinander teilen. Dies wird auch als "Community Cloud" bezeichnet. 

Die Community Cloud bewegt sich also zwischen öffentlicher und privater Cloud. Das Modell steht der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung, ist aber auch nicht für die Nutzung durch eine einzelne Organisation bestimmt. Sie ermöglicht es Unternehmen, Kosten zu sparen und voneinander über die Nutzung der Anwendungen zu lernen, die sie in ihrer gemeinsamen Cloud und/oder bei ihrem Cloud Service Provider nutzen. 

Unter Real Solutions Haarlem arbeiten wir mit verschiedenen Lösungen, um eine Hybrid- oder Community-Cloud einzurichten. Wenn Sie dies von einer bestehenden privaten Cloud-Umgebung aus tun möchten, können Sie Wasabi Hot Cloud Storage über uns aktivieren und so eine Cloud-Umgebung zu Ihrer eigenen Infrastruktur hinzufügen. 

Wenn Sie von Ihrem bestehenden Public Cloud-Konto aus arbeiten möchten und noch nicht über eine solide eigene Infrastruktur verfügen, empfehlen wir die NAS-Lösungen (Network Attached Storage) von Synology und QNAP. Diese Hersteller haben ihr eigenes Betriebssystem, das mit den Betriebssystemen von Microsoft, iOS, Google und Linux kompatibel ist. Beide bieten auch die Möglichkeit, Daten vom NAS in die Cloud und zurück zu übertragen, mit oder ohne automatische Synchronisierung. 

Mit einem NAS realisieren Sie ganz einfach Ihre eigene Cloud-Umgebung und mit Ergänzungen wie Online-Sicherung, vom NAS-Hersteller selbst oder z.B. Acronis Cyber Protect, das ebenfalls über uns aktiviert werden kann, schaffen Sie dann eine Hybrid-Umgebung. 

Übertragung großer Mengen vorhandener Daten in die Cloud 

Auch dafür haben wir eine großartige Lösung, nämlich Seagate Lyve Mobile. Eine Datenmanagement-Plattform, mit der Sie schnell und einfach große Datenmengen in die Cloud übertragen können. (Cloud Ingest). Es sind mehrere 'Mobile Arrays' verfügbar. Das sind Datensysteme, die einer großen externen Festplatte ähneln, nur viel sicherer, denn Ihre Daten bleiben auf diesen Geräten immer verschlüsselt. Sie können diese Lösung nur mieten, so dass Sie keine hohen Investitionen in eine neue Infrastruktur tätigen müssen. Für Kapazitäten von 16TB bis zu 96TB (HDD) und 92TB (SSD) gibt es Lösungen, die in Kombination mit einem SAS-Receiver bis zu 100TB pro Tag superschnell auf einen Cloud-Speicher Ihrer Wahl hochladen können. 

Wir arrangieren alles gemeinsam mit Seagate. Ein Mobile Array wird an Sie oder Ihren Endkunden geschickt. Sobald die Daten von den lokalen Systemen übertragen wurden, wird das Mobile Array abgerufen und Seagate kümmert sich dann - völlig sicher und AVG-konform - um den Ingest in der Cloud. Nach der Überprüfung, dass Sie Ihre Daten in der Cloud-Umgebung überprüft haben, werden die Daten auf Ihrem Mobile Array wieder gelöscht. Damit ist dies eine hervorragende Lösung für größere Projekte vor Ort, für die temporäre Speicherung oder als dauerhafte Lösung für die regelmäßige Übertragung von Daten aus Ihren eigenen Systemen in die Cloud, ohne das lokale Netzwerk zu belasten. Darüber hinaus können die Mitarbeiter diese Daten über die Cloud schneller bearbeiten und so Zeit und Geld sparen. 

Benötigen Sie einen Rat für die Situation Ihres Kunden? Wir freuen uns, mit Ihnen zu denken, Informieren Sie uns.

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